a) Pädagogische und didaktische Hinweise

Bildung für nachhaltige Entwicklung und politische Bildung werden im neuen bayerischen LehrplanPLUS (LP+) als übergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel explizit genannt.
Siehe dort: https://www.lehrplanplus.bayern.de/schulart/grundschule  

Beispiele:
LP+ für die Grundschule: Fach Heimat- und Sachunterricht/ HSU:
1.1 Welt untersuchen und erklären
2.3 Demokratie und Gesellschaft und Natur und Umwelt
5.0 Beitrag des Faches zu den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen: Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Gesundheitsförderung, Interkulturelle Bildung, Kulturelle Bildung, Medienbildung, Politische Bildung-Soziales Lernen-Werteerziehung

In allen Lehrplänen werden zudem Partizipation und Inklusion als gesellschafts-, sozial- und bildungspolitische Leitidee genannt.

Lernprozesse werden u.A. von folgenden Faktoren begünstigt:

  • Lernen durch Vorbildwirkung: Kinder merken sofort, ob jemand hinter seiner Botschaft steht.
  • Lernen mit allen Sinnen: Förderung der Sinneswahrnehmung: sehen, riechen, schmecken, hören, fühlen.
  • Ganzheitliche Konzepte: Lernen in möglichst vielen unterschiedlichen Alltagsbereichen von klein auf! Wir begreifen durch „begreifen“.
  • Lernen im Nahbereich, d.h. Themen aus der unmittelbaren Umgebung auswählen, die das Umfeld der Kinder und Jugendlichen betreffen.
  • Aktionen und Projekte immer auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der Gruppen/ Klassen zuschneiden.

Lehrende und Lernende brauchen Unterstützung, z.B.

  • Paten- und Partnerschaften eingehen: Eltern/ Verwandtschaft, ortsansässige Firmen, Naturschutzverbände usw. ins Projekt einbinden.
  • Öffentlichkeitsarbeit, nach dem Motto: „Tue Gutes und sprich darüber!“ Außerdem wird dadurch das Image der Einrichtung gefördert.
  • Manche Veranstaltungen mit Referenten von außen werden vom Landratsamt STA zu 50% bezuschusst, z.B. Projekte in Kooperation mit der Ökostation Wartaweil. Nachfragen lohnt sich!



b) Projektideen und interessante Links

Projekte zu Feuer/ Wasser/ Luft/ Erde/ Sonne und Strom/ Energie/ Kinderrechte usw. begeistern Kinder und Jugendliche in fast jedem Alter.

Mobilitätsprojekt „Zu Fuß zur Schule“ gemeinsam mit der Elternschaft durchführen.

Philosophieren zu Alltagsthemen wie „Flucht/ Migration“ oder „Warum sollen wir die Bienen schützen?“ etc. ist bereits mit Kindergartenkindern möglich. Über die persönliche Betroffenheit können Handlungsansätze geschaffen werden.

Energiedetektive in der Schule installieren um Ressourcen zu sparen.

Einen Schulgarten mit Hilfe einer örtlichen Gärtnerei einrichten: Obst und Gemüse anbauen, Obstbäume und Beerenbüsche pflanzen.

Vogelhäuser, Igelquartiere und Insektenhotels bauen und auf dem Schulgelände aufstellen. Von einer örtlichen Schreinerei z.B. unterstützen lassen.

Werkstatt-Lernen, z.B. Energiewerkstatt vom BundNaturschutz Wartaweil für SchülerInnen ab der 4. Klasse.

Besuch einer Gemeinde-/ Stadtratssitzung zu speziellen Themen wie „Bodenversiegelung durch den Neubau eines Gewerbegebietes“ oder „Sanierung des Spielplatzes in der XY-Straße“ u.Ä.. In der Stadtverwaltung nachfragen.

Erlebnistage und Aktionswochen zu verschiedenen Themen veranstalten: z.B. Schöpfungstag, Autofrei-Tage, Kinderrechte, Familienfreundliche Stadt, Tauschbörse usw. Diese Themen sind teilweise auch bei Schullandheimaufenthalten durchführbar.

Fairtrade-Stand oder Agenda-Cafe auf dem Schulfest betreiben und fair hergestellt/ gehandelte Produkte (z.B. Schokolade, Orangensaft, Fußbälle etc.) verkaufen oder Vorträge halten bzw. örtliche Geschäfte zum Verkauf entsprechender Produkte animieren. Hilfe bietet der örtliche Eine-Welt-Laden bzw. weitere ähnliche Einrichtungen im Landkreis (Starnberg, Herrsching, Gauting z.B.).

Bewerbung zur „Umweltschule Europa“ oder „Schule der Zukunft: Agenda21-Schule“. Bewerbungsunterlagen übers Internet.

Schullandheimaufenthalt z.B. in Häusern mit einer staatlich anerkannten Umweltstation. Themen wie „Wasserlebewesen“ oder „Stromsparen“ etc. können vor Ort mit Hilfe von Expertinnen und Experten bearbeitet werden. Im Internet recherchieren.     usw.

c) Weitere Vorschläge, Materialien und Partnerschaftsmöglichkeiten